Zahnärztliche Vorsorge

Wer seine Zähne gründlich reinigt, braucht vor dem zweimal jährlichen Besuch beim Zahnarzt keine Angst zu haben. Die regelmäßigen Kontrollen helfen, Zahnprobleme rechtzeitig festzustellen. Diese können dann gegebenenfalls mit kleinen Behandlungen versorgt werden. Der Zahnarzt führt bei Bedarf und nach Absprache mit dem Patienten darüber hinaus eine Ernährungsberatung, eine professionelle Zahnreinigung und ein Mundhygienetraining durch und wendet höher dosierte Fluoridgelees oder Fluoridlacke an.

Etwa ab dem Alter von sechs Monaten empfiehlt sich ein erster Zahnarztbesuch, da zu diesem Zeitpunkt die ersten Milchzähne durchbrechen. Der Zahnarzt erkennt, ob Frühschäden vorliegen oder die Zähne besonders kariesgefährdet sind. Daran anschließend sind jährliche Kontrollen und ab dem siebten Lebensjahr halbjährliche Kontrollen notwendig. Ist das Kariesrisiko erhöht, legt der Zahnarzt die zeitlichen Abstände der Kontrolluntersuchungen fest. Er bestimmt auch den Fluoridfahrplan, das heißt die individuell geeigneten Fluoridierungsmaßnahmen.

Zur Vorbeugung von Karies eignen sich außerdem Gruppenprophylaxe in Kita und Schule, professionelle Zahnreinigungen sowie die so genannte Fissurenversiegelung. Sie dient dazu, kariesgefährdete Kinder zwischen dem 6. und 18. Lebensjahr vor Kariesbefall an den Zahn-Fissuren der Backenzähne zu bewahren. In solche Vertiefungen oder auch Grübchen und Nischen gelangt die Zahnbürste nur teilweise oder gar nicht. Bakterien können ungestört wachsen und sich vermehren. „Versiegelt“ der Zahnarzt, so reinigt er die noch gesunden Zähne und schließt die Fissuren mit dünn fließendem Kunststoff ab. So schützt er die Zähne vor Zahnbelag und Bakterienwachstum.