Der wissenschaftliche Beirat der Informationsstelle

Zeitgleich mit der Gründung der Informationsstelle wurde ein wissenschaftlicher Beirat berufen, der die wissenschaftlichen Grundlagen erarbeitet und die Informationsstelle berät. Bei dessen Mitgliedern handelt es sich um Wissenschaftler und Mediziner aus dem Bereich der Zahnmedizin, ferner um Experten aus den Bereichen des öffentlichen Gesundheitswesens, der Pädiatrie, der Pharmakologie und Toxikologie.

Wer sind die Initiatoren der Informationsstelle?

Die Informationsstelle für Kariesprophylaxe wurde 1991 auf Initiative des Deutschen Arbeitskreises für Zahnheilkunde (DAZ) gegründet. Anlass war, dass fluoridiertes Speisesalz ab diesem Zeitpunkt auch in Deutschland vertrieben werden durfte. Damit bot sich Verbrauchern eine weitere Möglichkeit für eine wirkungsvolle Kariesvorbeugung. Um diese einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, wurde vom DAZ die Informationsstelle für Kariesprophylaxe eingerichtet.

Aufgaben und Ziele der Informationsstelle

Hauptaufgabe der Informationsstelle ist es, durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Zahn- und Kinderärzten und dem Öffentlichen Gesundheitsdienst unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der Wissenschaft zur Kariesvorbeugung beizutragen. Ziel ist, durch eine breitere Verwendung von Fluoriden, insbesondere von fluoridiertem Speisesalz, dafür zu sorgen, dass Kinder und Jugendliche mit gesunden Zähnen aufwachsen und auch bei Erwachsenen ein stärkeres Bewusstsein für gesunde Zähne aufgebaut wird. Unterstützt wird die Informationsstelle dabei von den verschiedensten Institutionen und Fachgremien.

Die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates

  • Dr. Matthias Brockstedt, Berlin
  • Prof. Dr. Johannes Einwag, Stuttgart
  • Prof. Andreas Rainer Jordan, Köln
  • Dr. Eberhard Riedel, München
  • Dr. Gudrun Rojas, Brandenburg an der Havel
  • Dr. Michael Schäfer MPH, Düsseldorf
  • Prof. Dr. Andreas Schulte, Witten
  • Prof. Dr. Dr. Hans-Jörg Staehle, Heidelberg
  • Dr. Sebastian Ziller MPH, Berlin
  • Prof. Dr. Stefan Zimmer, Witten (Sprecher)

Die ehemaligen Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates

  • Prof. Dr. Gisela Hetzer, Dresden
  • Dr. Hanns-Werner Hey, München
  • Prof. Dr. Thomas Marthaler, Zürich
  • Dr. Wolfgang Micheelis, Köln 
  • Dr. Erika Reihlen, Berlin

Die Förderer der Informationsstelle für Kariesprophylaxe

  • esco - european salt company GmbH & Co. KG, Hannover
  • Südwestdeutsche Salzwerke AG, Heilbronn

Historie der Informationsstelle für Kariesprophylaxe

  • 1991: Der Vetrieb eines in Frankreich hergestellten Jodsalzes mit Fluorid wird in Deutschland auf der Basis von Ausnahmegenehmigungen zugelassen.
  • Die Informationsstelle für Kariesprophylaxe des Deutschen Arbeitskreises für Zahnheilkunde und ein wissenschaftlicher Beirat werden gegründet.
  • 1992: Neben dem Vertrieb wird auch die Herstellung von Jodsalz mit Fluorid in Haushaltspackungen auf der Basis einer Ausnahmegenehmigung zugelassen. Das erste Salz dieser Art läuft im Dezember 1992 in Bad Reichenhall vom Band. Es enthält 250 mg Fluorid/kg Salz in Form von Natrium- oder Kaliumfluorid.
  • 1996: Antrag der IFK zur Aufnahme von Fluorid in die einschlägigen lebensmittelrechtlichen Verordnungen
  • 1998: Verwendung von Jodsalz mit Fluorid in Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung auf Basis einer Ausnahmegenehmigung wird möglich. Nur einzelne Einrichtungen machen jedoch davon Gebrauch, da die dafür notwendigen gesetzlichen Anforderungen sehr hoch sind.
  • 1999: Studie zur Wirksamkeit von fluoridiertem Jodsalz in Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung an der Universität Heidelberg mit dem Ergebnis: Die Verwendung dieses Salzes ist auch in Küchen von Kantinen problemlos möglich und zeigt eine gute Wirkung.
  • 2001: Fluoridiertes Jodsalz in Haushaltspackungen erreicht nach 10 Jahren bereits einen Marktanteil von knapp über 50 Prozent und ist damit das meist gekaufte Haushaltssalz in Deutschland.
  • 2005: Fluoridiertes Speisesalz, als Jodsalz mit Fluorid im Handel, erreicht hierzulande einen Marktanteil von rund 67 Prozent.
  • 2006: In der „Leitlinie Fluoridierungsmaßnahmen“ der Zahnärztlichen Zentralstelle Qualitätssicherung, die in Abstimmung mit anderen wissenschaftlichen Gesellschaften und Fachinstitutionen erarbeitet wurde, wird fluoridiertes Speisesalz als Standardmaßnahme zur Kariesprophylaxe empfohlen.
  • Das Europäische Parlament stimmt der Anreicherung von Lebensmitteln mit Fluorid zu. Damit ist der Weg für die Speisesalzfluoridierung in allen EU-Staaten frei.
  • 2011: Die IFK feiert ihr 20-jähriges Jubiläum und bedankt sich bei allen Beiräten für Ihre tatkräftige Unterstützung und unaufhörliches Engagement.
  • 2014: Neue Ausnahmegenehmigung für Haushaltssalz mit 310 mg/Fluorid/kg Salz.
  • 2016: Die IfK blickt auf 25 Jahre erfolgreiche Kariesprophylaxe zurück.

Ansprechpartner

Die Informationsstelle und der wissenschaftliche Beirat sind unter folgender Anschrift erreichbar:
Informationsstelle für Kariesprophylaxe
Leimenrode 29
60322 Frankfurt

Telefon: 069/2470 6822
Telefax: 069/7076 8753
E-Mail:daz@kariesvorbeugung.de