Karies und Vorbeugemöglichkeiten
Vorbeugen ist besser als Bohren - die vier Säulen der Kariesprophylaxe
Eine wirksame Kariesprophylaxe beruht auf vier Säulen:
Sinnvolle Ernährung
Gesundheit beginnt mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung. Kohlenhydratreiche Lebensmittel sollten dabei den Hauptanteil der täglichen Kalorienzufuhr ausmachen.
 
Zucker und andere schnell vergärbare Kohlenhydrate sind allerdings in Menge, Häufigkeit und Dauer des Verzehrs einzuschränken. Dies gilt insbesondere für klebrige und an den Zähnen haftende Süßigkeiten. Auch das Dauernuckeln von mit Haushaltszucker gesüßten Tees, Fruchtsäften sowie das Dauerlutschen/-knabbern von zuckerhaltigen Bonbons etc. schadet den Zähnen.
Gewissenhafte Zahnpflege
Da aber auch ernährungsphysiologisch erwünschte Lebensmittel wie beispielsweise Obst, Milch- und Getreideprodukte, Kartoffeln u. a. vergärbare Kohlenhydrate enthalten, sollten regelmäßig nach den Mahlzeiten, mindestens jedoch zweimal täglich, die Zähne geputzt werden.
 
Empfehlenswert ist eine Zahnbürste mit dicht besetztem Bürstenkopf, mit der nacheinander die Kauflächen, dann die Außen- und Innenflächen der Zähne mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen gebürstet werden sollten. Zahnzwischenräume lassen sich mit Zahnzwischenraumbürsten oder Zahnseide reinigen.
Zufuhr von Fluoriden
Konsequente Zahnhygiene und eine sinnvolle Ernährung reichen jedoch nicht aus, um die Zahnkaries zu verhindern. Entscheidend ist vielmehr, dass auch ausreichend Fluoride zugeführt werden, da diese eine anerkannt hohe Kariesschutzwirkung haben

So wird durch fluoridhaltige Zahnpflegemittel (Zahnpasten, Spüllösungen, Gelees) eine lokale Schutzwirkung erreicht. Diese ist generell der wichtigste Wirkungsmechanismus von Fluorid. Zusätzlich fördert eine Fluoridzufuhr mit der Nahrung, und zwar altersangepasst durch fluoridiertes Speisesalz, eine gesunde Zahnentwicklung und eine geringere Kariesanfälligkeit der Zähne. Dabei ist von Bedeutung, dass fluoridiertes Speisesalz vor dem Verschlucken auch einen erheblichen lokalen Effekt auf der Zahnoberfläche hat.
Regelmäßige zahnärztliche Kontrolle
Mindestens zweimal im Jahr sollten die individuellen Maßnahmen zur Kariesprophylaxe durch eine zahnärztliche Kontrolle und evtl. antibakterielle Behandlung oder lokale Fluoridanwendung ergänzt werden.


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