Zahnkaries bzw. Zahnfäule ist trotz der in den letzten 15 Jahren allgemein verbesserten Zahngesundheit ein gravierendes Gesundheitsproblem. So zeigt sich bei etwa 25 Prozent der Kinder und Jugendlichen und wesentlich mehr Erwachsenen nach wie vor ein relativ hoher Kariesbefall. Es bedarf also weiterhin großer Anstrengungen, um das Ausmaß dieser vermeidbaren Krankheit noch weiter zurückzudrängen.
Entwicklungsstadien von Zahnfäule
1. Kreidefleck 2. Kariöse Zerstörung von Schmelz und Zahnbein
3. Einbruch der Karies in das Zahnmark 4. Eitriger Zerfall des
Zahnmarks (nach Hey)
Zahnkaries ist auf verschiedene Ursachen zurückzuführen. Für die Entstehung sind einerseits Bakterien, vor allem Streptococcus mutans, in der Mundhöhle und in den Zahnbelägen (Zahnplaque) verantwortlich, andererseits aber auch bakteriell abbaubare Kohlenhydrate. Zu den bakteriell vergärbaren Kohlenhydraten der Nahrung zählen nicht nur der Haushaltszucker, sondern auch andere Kohlenhydrate wie Traubenzucker, Fruchtzucker oder Stärke.
Beim bakteriellen Abbau dieser Kohlenhydrate entstehen Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und zum Mineralstoffverlust (Kalzium u.a.) des Zahnschmelzes führen. Dabei ist der Säureangriff um so ausgeprägter, je größer die Bakterienzahl im Mund bzw. in den Zahnbelägen ist, je häufiger vergärbare Kohlenhydrate aufgenommen werden und je länger diese im Mund verweilen (Zeitfaktor).
Erste Kariesschäden zeigen sich in der Regel an den Furchen der Kauflächen der Zähne, am Zahnfleischansatz sowie an den Kontaktflächen benachbarter Zähne, wo Speisereste leicht haften und die Selbstreinigung durch Kauen und Speichel schlechter funktioniert. Wird die Herauslösung von Mineralstoffen aus der Zahnoberfläche nicht aufgehalten, zerstört die Karies Zahnschmelz und Zahnbein, greift das Zahnmark an und kann letztlich zum Zahnverlust führen.
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