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Informationsstelle für Kariesprophylaxe |
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Karies und Vorbeugemöglichkeiten
Empfehlungen für die Kariesvorbeugung mit Fluoriden in verschiedenen AltersgruppenEine Kariesprophylaxe ist lebenslang, d. h. so lange eigene Zähne vorhanden sind, notwendig. Eine kontinuierliche Fluoridzufuhr spielt dabei die entscheidende Rolle. Mit der bei uns üblichen Ernährung nehmen Erwachsene durchschnittlich 0,4 - 0,6 mg Fluorid pro Tag zu sich. Für die Stoffwechselfunktionen im Körper ist diese vergleichsweise niedrige Zufuhrmenge ausreichend, nicht jedoch für einen optimalen Kariesschutz. Deshalb wird eine zusätzliche Fluoridzufuhr empfohlen, die z. B. über Speisesalz erfolgen kann. Vor dem 6. Lebensmonat ist aus zahnärztlicher Sicht keine Fluoridzufuhr bzw. -anwendung notwendig. Sind die ersten Milchzähnchen durchgebrochen, sollten sie einmal täglich mit einer höchstens erbsengroßen Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpaste geputzt werden. (Fluoridgehalt bis 0,05 %).
Ab dem zweiten Geburtstag wird empfohlen, die Milchzähne zweimal täglich mit einer erbsengroßen Menge Kinderzahnpaste unter entsprechender Hilfestellung und Kontrolle durch die Eltern zu reinigen. Zusätzlich wird die generelle Verwendung von fluoridiertem Speisesalz im Haushalt empfohlen. Wird keine fluoridhaltige Zahnpaste und kein fluoridiertes Speisesalz verwendet, kann die zusätzliche Fluoridzufuhr über Fluoridtabletten erfolgen. Wichtig ist, stets nur eine Form der Fluoridzufuhr durchzuführen. Ab Schulbeginn sollten Kinder ihre Zähne mit Erwachsenenzahnpaste putzen - sie enthält 0,10 bis 0,15 Prozent Fluorid. Die Verwendung von fluoridiertem Speisesalz im Haushalt soll selbstverständlich beibehalten werden. Fluoridlacke, -lösungen oder -gelees sollten nur auf zahnärztliche Anweisung verwendet werden. Die Anwendung dieser Präparate erfolgt in der Regel ab dem Schulalter und insbesondere bei Kindern mit erhöhtem Kariesrisiko. Sind wegen eines besonders hohen Kariesrisikos weitere Vorsorgemaßnahmen notwendig, sollten diese ebenfalls in Absprache mit dem Zahnarzt erfolgen. Im Jugend- und Erwachsenenalter soll die Verwendung von fluoridiertem Speisesalz, das in Deutschland als Jodsalz mit Fluorid im Handel ist, beibehalten werden, d. h. es sollte im Haushalt als Regelsalz verwendet werden. Das dem Salz zugesetzte Fluorid wirkt nämlich als Schutzschild schon während des Essens - also wenn verstärkte Säureattacken zu erwarten sind - direkt am Zahn. Außerdem kommt es den Zähnen über die Speisen mehrmals täglich zugute, so dass auch eine gute Dauerwirkung gewährleistet ist. Fluoridiertes Speisesalz wird von verschiedenen Fachgesellschaften wie der DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR ZAHN-; MUND- UND KIEFERHEILKUNDE (DGZMK); der DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR ZAHNERHALTUNG, der DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR KINDERZAHNHEILKUNDE, dem AUSSCHUSS PRÄVENTIVE ZAHNHEILKUNDE DER BUNDESZAHNÄRZTEKAMMER, der DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR ERNÄHRUNG (DGE) und dem BUNDESINSTITUT FÜR RISIKOBEWERTUNG (BfR) ausdrücklich befürwortet. Die Wirkung und die Unbedenklichkeit dieser Präventionsmaßnahme ist wissenschaftlich erwiesen und durch langjährige Erfahrungen beispielsweise in der Schweiz nachprüfbar. Bei dem in Deutschland vorgeschriebenen Fluoridgehalt im Speisesalz (0,25mg/g Salz) und bei üblicher Salzverwendung im Haushalt ist eine Fluoridüberdosierung auszuschließen. Fluoridiertes Speisesalz wird in Deutschland ausschließlich in Kombination mit Jod im Lebensmittelhandel angeboten. Jod ist ein für die Bildung von Schilddrüsenhormonen wichtiges Spurenelement, das in Deutschland von den meisten Menschen nicht in ausreichender Menge aufgenommen wird. Mit fluoridiertem und jodiertem Speisesalz beugt man also nicht nur der Karies, sondern gleichzeitig auch den immer noch häufig auftretenden jodmangelbedingten Schilddrüsenvergrößerungen vor (siehe: www.Jodmangel.de) . Wichtige Eckpfeiler der Kariesvorbeugung bleiben neben einer systematischen Fluoridzufuhr nach wie vor eine ausgewogene Ernährung, wobei möglichst seltener Süßes gegessen werden sollte, eine sachgemäße Zahn- und Mundpflege und die regelmäßige Kontrolle durch den Zahnarzt.
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| Informationsstelle für Kariesprophylaxe I Leimenrode 29 I 60322 Frankfurt Telefon: 069 / 2470 6822 I Telefax: 069 / 7076 8753 I E-Mail: daz@kariesvorbeugung.de |